
v.l.n.r.: NVL - Geschäftsführer Uwe Rauhöft, Vorsitzender des Finanzausschusses des Deutschen Bundestages MdB Eduard Oswald und NVL - Verbandssprecher Ingo Bettels bei der Übergabe des NVL - Steuerkonzeptes
Download des NVL- Steuerkonzeptes unter www.nvl.de Rubrik Aktuelles
Nachdem die Wahlprogramme aller Parteien nur wenige konkrete Festlegungen enthalten, wird sich erst in den Koalitionsverhandlungen nach der Bundestagwahl herausstellen, auf welche Änderungen sich Steuerzahler einstellen müssen. Der Dachverband der Lohnsteuerhilfevereine NVL fordert verlässliche und leistungsgerecht ausgerichtete Steuergesetze, für die er wichtige Grundsätze und konkrete Einzelvorschläge im NVL - Steuerkonzept zusammengefasst hat. Das Konzept baut dabei auf Änderungen im bestehenden System auf.
Neben dem Abbau des starken Anstiegs des Steuersatzes für untere Einkommensgruppen als wichtigen Beitrag zur Beseitigung der kalten Progression fordert das Konzept ausreichende Berücksichtigung beruflicher Kosten für Arbeitnehmer. Arbeitnehmer können weniger Einfluss auf ihre Arbeitsbedingungen nehmen als Selbständige. Umso mehr fordert die Steuergerechtigkeit, dass berufliche Aufwendungen ausreichend steuermindernd berücksichtigt werden. Dazu gehört auch der Abzug der notwendigen Kosten eines Arbeitszimmers, zu denen der Verband über seine Mitgliedsvereine Musterprozesse führt.
Bei der Familienförderung ist vor allem Bürokratieabbau wichtig, betont Uwe Rauhöft, Geschäftsführer des Verbandes. Langfristig muss die mehrfache Antragstellung und Prüfung bei Familienkassen und Finanzämtern in einer Zuständigkeit zusammengefasst werden. Das Steuerkonzept des Verbandes enthält außerdem Vorschläge für Vereinfachungen und mehr Gerechtigkeit bei der Berücksichtigung von Kinderbetreuungskosten.
Für alle Steuerzahler wichtig ist die schnellere Umsetzung der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofes. Bisher werden steuerfreundliche Urteile oft erst nach vielen Monaten amtlich veröffentlicht und von den Finanzämtern angewandt, zum Nachteil der Steuerzahler, bemängelt Verbandssprecher Ingo Bettels.
Der Vorsitzende des Finanzausschusses Eduard Oswald betont, dass die Vorschläge sorgfältig geprüft und in weitere Überlegungen einbezogen werden. Er werde das Konzept an die Mitglieder des Finanzausschusses weiter leiten. Bei Vorschlägen wie dem Abzug des Arbeitszimmers und der Förderung der Mobilität zeigte sich eine hohe Übereinstimmung der Auffassungen. Der Verband werde auch zukünftig zu Anhörungen des Ausschusses als Sachverständiger geladen, um seine Fachexpertise einbringen zu können.
Presseinformation des NVL - Berlin, 04. September 2009



